Inhaltsverzeichnis
- Was unterscheidet Online-Mappenkurs und Präsenz wirklich?
- Für wen eignet sich ein Online-Mappenkurs?
- Für wen ist ein Präsenzkurs besser?
- Warum unser Online-Mappenkurs kein gewöhnlicher Onlinekurs ist
- Was einen qualifizierten Dozenten für Mappenvorbereitung ausmacht
- Warum Hochschulerfahrung bei der Beratung wichtig ist
- Welche Rolle dein Lerntyp spielt
- Kann man Zeichnen wirklich online lernen?
- Wie funktioniert die Besprechung einer Mappe online?
- Wann Präsenz klare Vorteile bietet
- Die häufigsten Fehler bei der Wahl eines Mappenkurses
- Online oder Präsenz: Entscheidungshilfe
- FAQ zu Online- und Präsenz-Mappenkursen
Der wichtigste Unterschied liegt nicht zwischen Bildschirm und Atelier
Wenn Interessenten uns fragen, welches Format besser ist, wird häufig zunächst über Technik gesprochen: Kamera, Bildschirm, Zoom, Papierformat oder Zeichenmaterial. Das sind praktische Fragen, aber nicht die entscheidenden.
Viel wichtiger ist: Wer sitzt dir gegenüber? Wie individuell wird gearbeitet? Kennt diese Person die Anforderungen kreativer Hochschulen? Werden deine Arbeiten wirklich besprochen? Bekommst du Aufgaben, die zu deinem Studiengang, deiner Hochschule und deinem aktuellen Entwicklungsstand passen?
Genau deshalb kann ein hervorragender Online-Einzelunterricht wesentlich wertvoller sein als ein beliebiger Präsenzkurs – und ein hervorragend geführter Präsenzkurs wiederum deutlich besser als ein oberflächlicher Onlinekurs.
Das deckt sich übrigens mit dem übergeordneten Befund der Forschung zum digitalen Lernen. Vergleiche zwischen Online- und Präsenzunterricht ergeben kein einfaches „Gewinnerformat“. Unterrichtsqualität, didaktischer Aufbau, Interaktion und individuelle Voraussetzungen sind entscheidender als die reine Form der Übertragung.
Für eine Mappenvorbereitung gilt das in besonderem Maße. Eine Bewerbungsmappe ist kein standardisierter Lernstoff, bei dem alle dasselbe Endergebnis erreichen sollen. Eine gute Mappe muss individuell sein. Deshalb sollte auch ihre Betreuung individuell funktionieren.
Wann ein Online-Mappenkurs besonders sinnvoll ist
Ein Online-Mappenkurs eignet sich zunächst natürlich für Bewerber, die weit von einem Kursstandort entfernt wohnen. Aber Entfernung ist längst nicht der einzige Grund.
Onlineunterricht kann sehr sinnvoll sein, wenn du zeitlich flexibel bleiben musst, neben Schule, Ausbildung oder Beruf arbeitest oder dich an einer Hochschule in einer anderen Region beziehungsweise im Ausland bewirbst. Auch wer sehr selbstständig arbeitet und zwischen den Terminen konzentriert eigene Projekte weiterentwickeln kann, kommt mit einem individuellen Onlineformat häufig hervorragend zurecht.
Der große Vorteil unseres Online-Mappenkurses liegt in der 1:1-Situation. Während des Termins geht es ausschließlich um deine Bewerbung. Wir schauen uns deine aktuellen Arbeiten an, diskutieren Entwicklungen, korrigieren Fehlentscheidungen, sprechen über Hochschulen und legen die nächsten Arbeitsschritte fest.
Das ist etwas vollkommen anderes als ein Videokurs, bei dem du Lektion 1 bis 10 durcharbeitest und hoffst, dass die Inhalte ungefähr zu deiner Bewerbung passen.
Eine Bewerberin für Kommunikationsdesign braucht andere Projekte und eine andere Beratung als jemand für Produktdesign. Architektur verlangt andere Fähigkeiten als Illustration. Kunst auf Lehramt ist nicht dasselbe wie freie Kunst. Selbst zwei Bewerber für denselben Studiengang können völlig unterschiedliche Stärken und Interessen mitbringen.
Deshalb muss sich ein guter Mappenkurs dem Bewerber anpassen – nicht der Bewerber einem vorgefertigten Kursprogramm.
Für wen eignet sich ein Präsenz-Mappenkurs besonders gut?
Präsenzunterricht besitzt wiederum Qualitäten, die digital nicht vollständig reproduziert werden müssen oder sollen. Besonders bei großen Originalarbeiten, Modellen, Materialexperimenten oder sehr haptischen Prozessen ist es hilfreich, Arbeiten unmittelbar vor sich zu haben.
Manche Teilnehmer arbeiten außerdem konzentrierter, wenn sie einen festen Ort und einen festen Kurstermin besitzen. Sie profitieren von der Atmosphäre im Raum, sehen, dass andere ebenfalls an ihrer Bewerbung arbeiten, können Arbeiten großflächig auslegen und Materialien unmittelbar vergleichen.
Gerade für Anfänger kann das sehr angenehm sein. Wer sich bisher kaum mit Zeichnung, Modellbau, Collage oder anderen gestalterischen Techniken beschäftigt hat, empfindet direkte Demonstrationen und das gemeinsame Arbeiten im Raum manchmal als sicherer.
Hinzu kommt ein weiterer Faktor: Austausch. Im Präsenzkurs bekommt man mit, dass andere ebenfalls Ideen verwerfen, Schwierigkeiten haben und Arbeiten neu beginnen. Das kann enorm entlastend wirken. Eine gute Mappe entsteht nämlich fast nie linear.
Deshalb lautet unsere Empfehlung nicht: Online ersetzt Präsenz. Und auch nicht: Präsenz ist grundsätzlich hochwertiger. Beide Formate besitzen andere Stärken.
Unser Online-Mappenkurs ist individueller Live-Unterricht
Dieser Punkt ist uns besonders wichtig, weil der Begriff „Onlinekurs“ inzwischen sehr unterschiedliche Angebote beschreibt.
Ein Online-Mappenkurs kann bedeuten, dass du nach der Bezahlung Zugriff auf aufgezeichnete Videos bekommst. Er kann aus großen Gruppencalls bestehen, bei denen für jede Person nur wenige Minuten übrig bleiben. Oder er kann – wie bei uns – als individuelle Live-Betreuung mit einem erfahrenen Dozenten organisiert sein.
Bei unserer Online-Mappenvorbereitung sitzt dir ein Dozent gegenüber und arbeitet mit dir an deiner konkreten Bewerbung. Es geht um deine Arbeiten, deinen Studiengang und deine Hochschulen. Zwischen den Terminen entwickelst du Projekte weiter. Beim nächsten Gespräch werden Ergebnisse besprochen und die nächsten Schritte festgelegt.
Diese Form eignet sich besonders gut für eine Bewerbungsmappe, weil sich der Schwerpunkt während der Vorbereitung verändern kann. Vielleicht stellst du nach einigen Wochen fest, dass Produktdesign doch besser zu dir passt als Kommunikationsdesign. Vielleicht zeigt sich, dass deine zeichnerischen Grundlagen stärker trainiert werden müssen. Vielleicht entwickelst du ein Thema, das plötzlich eine ganz neue Richtung eröffnet.
Ein starres Videoprogramm kann auf solche Entwicklungen kaum reagieren. Ein erfahrener Dozent schon.
Warum die Qualifikation des Dozenten wichtiger ist als das Kursformat
Wer eine Bewerbungsmappe beurteilt, muss mehr können als gut zeichnen. Das wird bei der Suche nach einem Mappenkurs häufig unterschätzt.
Ein guter Zeichner ist nicht automatisch ein guter Dozent. Und jemand, der selbst einmal erfolgreich eine Mappe eingereicht hat, kennt dadurch noch lange nicht die unterschiedlichen Anforderungen von Hochschulen, Studiengängen und Auswahlkommissionen.
Bei einer professionellen Mappenvorbereitung sollte der Dozent nicht nur gestalterisch arbeiten können, sondern auch Erfahrung in der Lehre und Bewertung kreativer Arbeiten besitzen. Hochschulerfahrung ist dabei besonders wertvoll, weil sie einen direkten Einblick in akademische Arbeitsweisen, Kritikgespräche und die Erwartungen an Studierende vermittelt.
Unsere Online-Kurse werden deshalb von erfahrenen Dozenten betreut, die selbst auch an Hochschulen beziehungsweise Universitäten unterrichtet haben. Diese Erfahrung ist für uns ein wesentliches Qualitätsmerkmal.
Das heißt nicht, dass nur Hochschuldozenten guten Kreativunterricht geben können. Aber wenn es um eine Bewerbung geht, die möglicherweise über einen Studienplatz entscheidet, sollte man genau hinschauen, welche Erfahrung die beratende Person tatsächlich besitzt.
Begriffe wie „Coach“, „Mentor“ oder „Dozent“ sind schnell auf eine Website geschrieben. Relevant ist vielmehr:
Welche Ausbildung besitzt die Person?
Hat sie selbst professionell in Gestaltung, Kunst, Architektur oder Design gearbeitet?
Hat sie Unterrichtserfahrung?
Kennt sie Hochschulstrukturen?
Hat sie bereits Bewerber über längere Zeit begleitet?
Kann sie erklären, warum eine Arbeit funktioniert – und nicht nur sagen, ob sie ihr gefällt?
Bei einem Beratungsgespräch darfst du genau diese Fragen stellen.
Vorsicht vor dem Versprechen der „perfekten Mappe“
Eine gute Mappenvorbereitung kann dich sehr gezielt unterstützen. Sie sollte dir aber keine vermeintliche Geheimformel verkaufen.
Es gibt nicht die eine perfekte Mappe, die an allen Hochschulen funktioniert. Schon allein deshalb nicht, weil Studiengänge und Hochschulen unterschiedliche Profile besitzen. Was in Kommunikationsdesign interessant sein kann, muss für Produktdesign nicht passen. Eine Hochschule kann konzeptionell stärker orientiert sein, eine andere andere Schwerpunkte setzen.
Noch problematischer sind Kurse, in denen alle Teilnehmer dieselben Aufgaben erhalten und am Ende Varianten derselben Projekte in ihren Mappen haben.
Eine Kommission möchte keine Kursmappe sehen.
Sie möchte deine Mappe sehen.
Deshalb sollte professionelle Betreuung nicht darin bestehen, Ideen vorzugeben und die Teilnehmer anschließend nur noch ausführen zu lassen. Gute Beratung stellt Fragen, zeigt Möglichkeiten, vermittelt Fähigkeiten, kritisiert und hilft dabei, Entscheidungen zu treffen. Die gestalterische Entwicklung muss aber deine eigene bleiben.
Was online sogar besonders gut funktioniert
Digitale Mappen sind inzwischen ein wichtiger Bestandteil vieler Bewerbungsverfahren. Genau deshalb besitzt Onlineunterricht einige praktische Vorteile, die auf den ersten Blick gar nicht offensichtlich sind.
Digitale Arbeiten können unmittelbar gemeinsam betrachtet werden. Seitenreihenfolgen lassen sich schnell verändern, Varianten nebeneinanderstellen, Fotografien vergrößern oder Layouts diskutieren. Bei einer digital einzureichenden Mappe kann man außerdem direkt kontrollieren, wie Arbeiten tatsächlich auf einem Bildschirm wirken.
Auch Gespräche über Hochschulen, Konzeptentwicklung und Projektplanung funktionieren online sehr gut. Dafür ist kein gemeinsamer Ateliertisch notwendig.
Ein weiterer Vorteil ist die Konzentration. Im Einzelunterricht wird eine Stunde nicht auf zehn Personen verteilt. Fragen können unmittelbar gestellt werden und der Dozent kennt die Entwicklung der jeweiligen Mappe.
Für viele Bewerber ist außerdem die eingesparte Fahrtzeit erheblich. Wer für einen zweistündigen Präsenztermin jeweils zwei Stunden hin- und zurückfahren müsste, verliert schnell einen kompletten Tag. Diese Zeit kann bei einem Onlineformat direkt in die eigenen Projekte fließen.
Ein individueller Online-Mappenkurs eignet sich besonders für Bewerber, die ortsunabhängig, flexibel und intensiv im 1:1-Unterricht arbeiten möchten. Entscheidend ist, dass es sich um echten Live-Unterricht mit qualifiziertem Feedback handelt und nicht nur um aufgezeichnete Videolektionen.
Was im Präsenzkurs leichter sein kann
Es gibt gleichzeitig Situationen, in denen Präsenzunterricht klare praktische Vorteile besitzt. Große Zeichnungen sind ein gutes Beispiel. Ein DIN-A1-Blatt wirkt physisch anders als eine Fotografie davon. Materialien besitzen Oberflächen, Modelle besitzen Maßstab und Tiefe, Farbwirkungen können auf unterschiedlichen Bildschirmen abweichen.
Auch spontane Demonstrationen sind vor Ort besonders unkompliziert. Ein Dozent kann einen Stift nehmen, eine Linie vormachen, ein Papier falten oder zwei Materialien direkt miteinander vergleichen.
Für Bewerber, die noch ganz am Anfang stehen und wenig Selbstvertrauen haben, kann außerdem die unmittelbare Anwesenheit eines Dozenten Sicherheit geben. Manche arbeiten alleine zu Hause hervorragend. Andere verlieren ohne festen äußeren Rahmen schnell den Rhythmus.
Das ist keine Frage von Talent, sondern von Arbeitsweise.
Deshalb fragen wir in der Beratung nicht nur: „Wo wohnst du?“ Viel interessanter ist:
Wie arbeitest du am besten?
Brauchst du einen festen Ort?
Kannst du zwischen den Terminen selbstständig arbeiten?
Arbeitest du viel analog oder digital?
Entwickelst du Modelle und großformatige Arbeiten?
Wie viel Fahrtzeit würde ein Präsenzkurs verursachen?
Wie viel direkte Betreuung möchtest du?
Aus diesen Antworten ergibt sich meistens ziemlich schnell, welches Format besser passt.
Online oder Präsenz – unsere Entscheidungshilfe
Frage | Online kann gut passen | Präsenz kann gut passen |
Du wohnst weit vom Kursort entfernt | sehr gut | eher aufwendig |
Du brauchst flexible Termine | besonders geeignet | abhängig vom Kursplan |
Du möchtest intensive 1:1-Betreuung | besonders geeignet | je nach Kursformat |
Du arbeitest selbstständig zwischen Terminen | sehr gut | ebenfalls möglich |
Du brauchst festen Arbeitsrhythmus | möglich | häufig hilfreich |
Du arbeitest sehr großformatig | möglich, aber aufwendiger | häufig vorteilhaft |
Du baust viele physische Modelle | möglich | häufig vorteilhaft |
Du möchtest andere Teilnehmer erleben | weniger | klarer Vorteil |
Deine Mappe wird überwiegend digital erstellt | sehr geeignet | ebenfalls möglich |
Du hast lange Anfahrtswege | großer Vorteil | Nachteil |
Du brauchst direkte Materialdemonstrationen | möglich | besonders praktisch |
Diese Tabelle ist keine Bewertung. Sie ist eine Orientierung.
Ein Bewerber kann in zehn Punkten auf der Online-Seite liegen und trotzdem lieber in Präsenz arbeiten. Umgekehrt können Menschen, die ursprünglich unbedingt einen Präsenzkurs wollten, feststellen, dass eine individuelle Onlinebetreuung wesentlich besser in ihren Alltag passt.
Kann man Zeichnen wirklich online lernen?
Ja – wenn Unterricht und Technik sinnvoll organisiert sind und dein Dozent es auch wirklich kann!
Zeichnen besteht nicht nur darin, dass ein Dozent deine Hand physisch sieht. Entscheidend ist, dass Fehler erkannt und verständlich erklärt werden. Eine Zeichnung lässt sich vor die Kamera halten, fotografieren oder digital übertragen. Perspektivfehler, Proportionen, Komposition oder Linienführung können gemeinsam analysiert werden.
In vielen Fällen ist es sogar hilfreich, eine Zeichnung digital zu markieren. Linien können verlängert, Fluchtpunkte sichtbar gemacht oder Proportionen direkt verglichen werden.
Natürlich muss der Teilnehmer anschließend selbst zeichnen. Aber das gilt im Präsenzunterricht genauso. Kein Dozent kann dir das Üben abnehmen.
Dieser Punkt ist für Bewerber besonders wichtig, die glauben, ein Mappenkurs müsse hauptsächlich daraus bestehen, während des Unterrichts unter Beobachtung zu zeichnen. Ein wesentlicher Teil der gestalterischen Entwicklung findet zwischen den Terminen statt. Dort wird ausprobiert, gezeichnet, gebaut, fotografiert, verworfen und neu begonnen.
Im Unterricht wird dieser Prozess fachlich gesteuert.
Online bedeutet nicht weniger persönlich
Vielleicht ist das das größte Missverständnis.
Ein großer Präsenzkurs kann sehr unpersönlich sein. Ein Onlinekurs kann wiederum extrem persönlich sein, wenn er als Einzelunterricht aufgebaut ist.
Bei einer Bewerbungsmappe ist genau diese persönliche Ebene entscheidend. Ein Dozent sollte nach einigen Terminen wissen, wo deine Stärken liegen, welche Hochschulen dich interessieren, welche Projekte bereits begonnen wurden und wo du dich häufig selbst blockierst.
Nur dann kann Beratung wirklich individuell werden.
Gerade zurückhaltende Teilnehmer profitieren manchmal überraschend stark vom Online-Einzelunterricht. Sie müssen ihre Arbeiten nicht vor einer Gruppe präsentieren und können Fragen stellen, die sie in einer großen Runde vielleicht zurückhalten würden.
Andere blühen dagegen genau in einer Gruppe auf.
Beides ist legitim.
Die Qualität eines Mappenkurses lässt sich deshalb nicht daran messen, ob Menschen gemeinsam in einem Raum sitzen. Sie zeigt sich daran, ob der Unterricht individuelle Entwicklung ermöglicht.
Drei typische Fehlentscheidungen bei der Kurswahl
Fehler 1: Nur nach dem Preis entscheiden
Natürlich spielt das Budget eine Rolle. Ein vermeintlich günstiger Kurs ist jedoch nicht günstig, wenn du hauptsächlich allgemeine Informationen bekommst, die du auch kostenlos finden könntest.
Frage deshalb immer: Wie viel persönliche Betreuung ist tatsächlich enthalten?
Fehler 2: Nur nach Entfernung entscheiden
Der nächstgelegene Kurs ist nicht automatisch der passende Kurs. Gerade wenn Online-Einzelunterricht möglich ist, sollte die Qualifikation des Dozenten wichtiger sein als die Postleitzahl.
Fehler 3: Glauben, jemand anderes könne die Mappe für dich machen
Eine gute Mappenvorbereitung macht dich selbstständiger. Wenn du nach mehreren Monaten immer noch für jede Idee darauf wartest, dass dein Coach dir sagt, was du zeichnen sollst, läuft etwas falsch.
Das Ziel sollte sein, dass du zunehmend eigene Fragestellungen entwickelst, Entscheidungen begründen kannst und Kritik produktiv nutzt.
Genau diese Fähigkeit brauchst du später auch im Studium.
Was qualifizierte Mappenvorbereitung leisten sollte
Unabhängig davon, ob Online oder Präsenz, sollte ein guter Kurs mindestens fünf Bereiche miteinander verbinden:
1. Studienberatung: Welche Studiengänge und Hochschulen passen zu deinen Interessen?
2. Analyse: Wo stehst du aktuell? Welche Fähigkeiten bringst du mit, welche fehlen?
3. Grundlagen: Zeichnung, Komposition, Perspektive, Farbe, Darstellung oder andere studiengangsspezifische Fähigkeiten.
4. Konzeptentwicklung: Wie entstehen eigenständige Projekte statt kopierter Einzelbilder?
5. Bewerbungsstrategie: Welche Anforderungen, Termine, Formate und Eignungsprüfungen müssen berücksichtigt werden?
Wenn davon nur Punkt drei angeboten wird, handelt es sich eher um einen Zeichen- oder Kreativkurs als um eine umfassende Mappenvorbereitung.
Genau diese Unterscheidung ist wichtig.
Präsenz an einem unserer Kursorte oder online von überall
Wer gerne vor Ort arbeitet, kann einen Präsenz-Mappenkurs an einem unserer Kursstandorte wählen. Wer weiter entfernt wohnt oder einen individuelleren Terminrhythmus benötigt, kann die Vorbereitung online durchführen.
Für uns ist entscheidend, dass die Unterrichtsform zur Person passt.
Online oder Präsenz: Was empfehlen wir einem unsicheren Bewerber?
Wenn du gerade zwischen beiden Möglichkeiten schwankst, empfehlen wir keine Entscheidung nach Bauchgefühl oder Werbeversprechen.
Schau zunächst auf deine tatsächliche Situation.
Online ist häufig die bessere Wahl, wenn du weit entfernt wohnst, flexibel planen musst, konzentrierten Einzelunterricht möchtest und selbstständig zwischen den Terminen arbeiten kannst.
Präsenz ist häufig die bessere Wahl, wenn du einen festen Arbeitsort brauchst, gerne gemeinsam mit anderen arbeitest, viele großformatige oder räumliche Arbeiten entwickelst und unmittelbare Materialerfahrung besonders wichtig für dich ist.
Und manchmal passt eine Kombination.
Viel wichtiger als diese Formatfrage bleibt jedoch: Wer begleitet dich?
Ein hervorragender Dozent kann sowohl online als auch in Präsenz sehr viel bewirken. Ein unqualifizierter Kurs wird nicht automatisch besser, nur weil er in einem Atelier stattfindet.
FAQ: Online-Mappenkurs oder Präsenz?
Ist ein Online-Mappenkurs genauso gut wie ein Präsenzkurs?
Ein gut konzipierter individueller Online-Mappenkurs kann genauso wertvoll sein wie Präsenzunterricht. Entscheidend sind Betreuungsqualität, Kursstruktur, Interaktion und deine eigene Arbeitsweise. Auch allgemeine Untersuchungen zum Online- und Präsenzlernen zeigen kein Unterrichtsformat, das unter allen Bedingungen grundsätzlich überlegen ist.
Wie funktioniert der Online-Mappenkurs bei der Akademie Ruhr?
Der Online-Mappenkurs ist individueller Live-Unterricht. Du arbeitest persönlich mit einem erfahrenen Dozenten an deiner Mappe, deinen Projekten, deinem Studienwunsch und deiner Bewerbung. Es handelt sich nicht um einen reinen Selbstlernkurs mit aufgezeichneten Videos.
Muss ich für den Online-Mappenkurs schon Arbeiten haben?
Nein. Wenn du am Anfang stehst, kann zunächst geklärt werden, welcher Studiengang zu dir passt, welche Anforderungen bestehen und welche ersten Projekte sinnvoll sind.
Kann mein Dozent online meine Zeichnungen ausreichend beurteilen?
Ja. Arbeiten können digital fotografiert, eingescannt oder während des Unterrichts über die Kamera gezeigt werden. Besonders Perspektive, Komposition, Proportion, Konzept und Projektentwicklung lassen sich gut gemeinsam analysieren.
Ist Präsenz besser für Anfänger?
Nicht grundsätzlich. Manche Anfänger profitieren von der Atmosphäre und direkten Demonstration vor Ort. Andere fühlen sich im individuellen Online-Einzelunterricht deutlich sicherer und können dort konzentrierter Fragen stellen.
Worauf sollte ich bei einem Mappenkurs besonders achten?
Auf nachvollziehbare fachliche Qualifikation, Lehrerfahrung, individuelle Betreuung, Kenntnis kreativer Studiengänge und einen Unterricht, der eigenständige Ideen fördert. Sei vorsichtig, wenn hauptsächlich mit schnellen Erfolgsversprechen geworben wird oder alle Teilnehmer weitgehend identische Aufgaben bearbeiten.
Brauche ich überhaupt einen Mappenkurs?
Nicht jeder Bewerber benötigt zwingend professionelle Begleitung. Wer Hochschulanforderungen gut versteht, gestalterisch erfahren ist, eigenes qualifiziertes Feedback erhält und strukturiert arbeitet, kann eine Mappe selbstständig entwickeln. Ein Mappenkurs ist besonders hilfreich, wenn dir Orientierung, fachliches Feedback, Zeichengrundlagen oder Erfahrung mit Auswahlverfahren fehlen.
Welches Format empfiehlt die Akademie Ruhr?
Das hängt von deiner persönlichen Situation ab. Deshalb beraten wir vor der Entscheidung, ob Online- oder Präsenzunterricht sinnvoller ist. Die Frage sollte nicht lauten, welches Format allgemein besser ist, sondern welches für dich die besseren Arbeitsbedingungen bietet.
Die wichtigste Entscheidung ist nicht Online oder Präsenz
Nach vielen Jahren Mappenvorbereitung würden wir die Entscheidung deshalb anders formulieren.
Nicht:
„Soll ich vor einem Bildschirm sitzen oder in einem Kursraum?“
Sondern:
„Wo bekomme ich die fachlich beste, individuellste und für meine Bewerbung sinnvollste Begleitung?“
Wenn das in Präsenz an einem Kursort möglich ist und du gerne gemeinsam mit anderen arbeitest, ist Präsenz eine hervorragende Lösung. Wenn du weit entfernt wohnst, flexibel arbeiten möchtest und intensive Einzelbetreuung suchst, kann ein Online-Mappenkurs mindestens ebenso sinnvoll sein.
Wichtiger als der Raum ist die Qualität des Unterrichts.
Eine Bewerbungsmappe entsteht über Monate. In dieser Zeit wirst du Arbeiten verwerfen, neue Themen entdecken, zeichnerische Fähigkeiten verbessern und lernen, Kritik anzunehmen. Dein Dozent sollte diesen Prozess verstehen und dich nicht lediglich durch einen vorbereiteten Aufgabenplan führen.
Deshalb achten wir bei der Akademie Ruhr besonders auf individuelle Betreuung und erfahrene Dozenten mit entsprechender Lehr- und Hochschulerfahrung. Nicht, weil wir dir deine Mappe abnehmen möchten. Sondern weil professionelle Mappenvorbereitung genau das Gegenteil erreichen sollte:
Am Ende sollst du eigene Ideen besser entwickeln und selbstbewusster gestalterische Entscheidungen treffen können.
Das hilft dir bei der Bewerbungsmappe, bei der Eignungsprüfung – und später im kreativen Studium.
Bilder: Akademie Ruhr