nhaltsverzeichnis
- Wie läuft die Eignungsprüfung an der Hochschule Düsseldorf heute ab?
- Warum historische Prüfungsaufgaben trotzdem wertvoll sind
- Die Aufgabe mit den fünf Eiern im Detail
- Der häufigste Fehler: zu früh mit der Lösung beginnen
- Wie man „um die Ecke“ denkt, ohne beliebig zu werden
- Von der ersten Idee zum überzeugenden Konzept
- Warum Perspektive in Innenarchitektur-Prüfungen so wichtig ist
- Zeitdruck: Was muss zuerst fertig werden?
- Wie wir solche Aufgaben im Mappenkurs vorbereiten
- Was eine starke Lösung von einer gewöhnlichen unterscheidet
- FAQ zur Eignungsprüfung Innenarchitektur Düsseldorf
Wie läuft die Eignungsprüfung Innenarchitektur in Düsseldorf heute ab?
Wer sich heute für den Bachelor Architektur und Innenarchitektur an der Hochschule Düsseldorf interessiert, sollte sich zuerst immer auf den aktuellen offiziellen Seiten informieren. Das Verfahren hat sich gegenüber älteren Prüfungen deutlich verändert.
Aktuell verlangt die Hochschule eine bestandene künstlerisch-gestalterische Eignungsprüfung, bevor die eigentliche Bewerbung um einen Studienplatz erfolgen kann. Für das Verfahren 2026 wurde nach Anmeldung eine Hausaufgabe ausgegeben, die bis zum 1. Mai digital eingereicht werden musste. Die Hochschule wies ausdrücklich darauf hin, dass in diesem Jahr keine zusätzlichen Arbeitsproben, keine Mappe und kein persönliches Gespräch Teil dieses Bachelor-Verfahrens waren. bewerbung.hs-duesseldorf.de
Das ist wichtig, weil ältere Erfahrungsberichte im Internet einen anderen Ablauf beschreiben können. Historische Aufgaben bleiben trotzdem wertvoll. Sie zeigen sehr gut, welche Arten von Fähigkeiten im Fach Architektur und Innenarchitektur über viele Jahre relevant waren: räumliches Denken, visuelle Kommunikation, Ideenentwicklung und die Fähigkeit, eine Aufgabe eigenständig zu interpretieren.
Wer sich bewirbt, sollte deshalb immer zwei Dinge trennen:
Aktuelle organisatorische Anforderungen prüft man ausschließlich über die Hochschule.
Gestalterische Fähigkeiten kann man mit früheren Aufgaben hervorragend trainieren.
Die historische Aufgabe: Eine Verpackung für fünf Eier
In der Precore-Dokumentation zur Eignungsprüfung 2012 findet sich folgende Aufgabenidee: Eine Verpackung für fünf Eier entwickeln und diese auf einem DIN-A2-Blatt verständlich präsentieren. Gefordert waren mehrere Darstellungsebenen: farbige Perspektive, Sprengisometrie, Schnitt, Ansicht und kurze textliche Erläuterung. Die Zeichenmittel waren frei. Precore
Genau diese Kombination macht die Aufgabe aus didaktischer Sicht interessant.
Man musste nicht lediglich ein Objekt zeichnen.
Man musste zeigen, dass man es verstanden und entwickelt hat.
Die Perspektive zeigt die räumliche Gesamtwirkung.
Der Schnitt erklärt innere Zusammenhänge.
Die Ansicht zeigt Proportionen.
Die Sprengisometrie kann verdeutlichen, wie verschiedene Teile zusammenarbeiten.
Die kurze Erläuterung zwingt den Bewerber, die eigene Idee in wenigen Worten auf den Punkt zu bringen.
Damit entsteht fast eine kleine Präsentation eines Entwurfsprojektes.
Der häufigste Fehler passiert vor der eigentlichen Zeichnung
Viele Bewerber glauben, bei einer gestalterischen Prüfung müsse man möglichst schnell anfangen, damit genügend Zeit zum Zeichnen bleibt.
Das klingt logisch, kann aber genau die falsche Strategie sein.
Wenn die erste Idee schwach ist, verbringt man anschließend viel Zeit damit, eine schwache Idee sauber auszuarbeiten.
Bei der Eier-Aufgabe wäre die offensichtlichste Lösung ein klassischer Eierkarton. Er erfüllt den funktionalen Zweck. Genau deshalb würden vermutlich viele Bewerber in diese Richtung denken.
Das Problem liegt nicht darin, dass ein Eierkarton grundsätzlich falsch wäre. Entscheidend ist, was man daraus entwickelt.
Wenn die Gestaltung lediglich das Bekannte reproduziert, entsteht kaum Eigenständigkeit.
Deshalb sollte die erste Phase einer solchen Prüfung sehr bewusst genutzt werden.
Aufgabe lesen.
Begriffe markieren.
Mehrere Interpretationen entwickeln.
Erst danach zeichnen.
Was bedeutet eigentlich „Hülle“?
Ein gutes Entwurfstraining beginnt oft damit, scheinbar eindeutige Begriffe zu hinterfragen.
Eine Hülle kann geschlossen sein.
Sie kann offen sein.
Sie kann aus einzelnen Segmenten bestehen.
Sie kann sich entfalten.
Sie kann tragend sein.
Sie kann weich oder hart sein.
Sie kann jedes Ei einzeln schützen oder alle fünf gemeinsam organisieren.
Schon diese Überlegung öffnet sehr viele Möglichkeiten.
Jetzt kommen weitere Fragen hinzu.
Wie liegen die Eier?
Horizontal?
Vertikal?
Versetzt?
Gestapelt?
In einer Reihe?
Um einen Mittelpunkt herum?
Kann die Verpackung gleichzeitig Präsentation sein?
Kann sie nach dem Öffnen eine zweite Funktion übernehmen?
Kann sie modular wachsen?
Genau hier beginnt kreatives Denken.
„Um die Ecke denken“ heißt nicht, möglichst verrückt zu werden
Dieser Punkt ist wichtig, weil Bewerber Kreativität manchmal falsch verstehen.
Eine ungewöhnliche Idee ist nicht automatisch eine gute Idee.
Wenn das Konzept spektakulär aussieht, aber die Eier keinen Schutz mehr haben oder die Konstruktion nicht nachvollziehbar funktioniert, wurde die Aufgabe ebenfalls verfehlt.
Eine starke Lösung verbindet mehrere Ebenen:
Idee + Funktion + räumliche Logik + Darstellung.
Nehmen wir eine modulare Struktur als Beispiel. Jedes Ei könnte einen eigenen kleinen Schutzkörper erhalten. Diese fünf Module verbinden sich zu einem größeren System. Vielleicht lassen sie sich auseinandernehmen. Vielleicht kann die Verpackung geöffnet werden, ohne jedes Ei einzeln herausheben zu müssen.
Jetzt entsteht aus dem Begriff „Verpackung“ ein kleines räumliches System.
Das ist bereits wesentlich interessanter als eine bloße äußere Form.
Warum die erste Idee fast nie die einzige bleiben sollte
In unseren Mappenkursen erleben wir regelmäßig, dass Teilnehmer anfangs sehr stark an ihrer ersten Idee hängen. Sie haben etwas gezeichnet und möchten es sofort retten, verbessern und ausarbeiten.
Das ist verständlich. Eine eigene Idee fühlt sich schnell wertvoll an.
Für gestalterische Prüfungen ist es trotzdem sinnvoll, Varianten zu trainieren.
Bei der Eier-Aufgabe könnte man innerhalb weniger Minuten beispielsweise fünf unterschiedliche Grundprinzipien entwickeln:
- fünf einzelne Module
- eine gemeinsame tragende Struktur
- ein faltbares System
- eine Hülle aus Spannung und Aufhängung
- eine Kombination aus Schutzkörper und Präsentationsobjekt
Noch ist nichts perfekt.
Aber jetzt gibt es Auswahl.
Und erst mit Auswahl beginnt eine echte gestalterische Entscheidung.
Von der Idee zum Konzept
Eine Idee wird stärker, wenn sie sich in einem kurzen Satz erklären lässt.
Zum Beispiel:
„Fünf einzelne Schutzelemente verbinden sich zu einer modularen Gesamtstruktur.“
Dieser Satz hilft enorm.
Denn jetzt kann jede Zeichnung überprüft werden:
Zeigt die Perspektive dieses Prinzip?
Erklärt der Schnitt, wie das Ei geschützt wird?
Macht die Explosionsdarstellung die Module verständlich?
Wenn nicht, fehlt Information.
Damit erhält die Präsentation einen roten Faden.
Warum Perspektive bei solchen Aufgaben so entscheidend ist
Innenarchitektur beschäftigt sich mit Raum. Deshalb ist die Fähigkeit, räumliche Ideen verständlich darzustellen, besonders wertvoll.
Eine gute Perspektivzeichnung muss in einer Eignungsprüfung nicht wie ein Rendering aussehen. Sie muss vor allem glaubwürdig funktionieren.
Wenn perspektivische Grundregeln nicht stimmen, wird auch ein interessantes Konzept schwer verständlich. Linien kippen, Proportionen wirken unsicher und der Betrachter muss erraten, wie das Objekt gemeint ist.
Das lässt sich trainieren.
Horizont.
Fluchtpunkte.
Grundkörper.
Proportionen.
Überlagerungen.
Diese Grundlagen wirken zunächst technisch, geben Bewerbern später aber enorme Freiheit. Wer Perspektive sicher beherrscht, kann seine Aufmerksamkeit stärker auf die eigentliche Idee richten.
Perspektive, Ansicht, Schnitt und Explosionsdarstellung haben unterschiedliche Aufgaben
Viele Bewerber zeichnen mehrere Bilder, die im Grunde dieselbe Information wiederholen.
Das kostet wertvolle Zeit.
Jede Darstellung sollte eine konkrete Frage beantworten.
Darstellung | Was sie erklären sollte |
Perspektive | Wie wirkt die gesamte Idee räumlich? |
Ansicht | Wie sind Form und Proportion organisiert? |
Schnitt | Was passiert im Inneren? |
Sprengisometrie | Wie hängen Bauteile zusammen? |
Detail | Wie funktioniert eine wichtige Verbindung? |
Text | Was ist der Kern des Konzepts? |
Damit wird die gesamte Präsentation effizienter.
Der Betrachter bekommt mit jeder Zeichnung eine neue Information.
Was unterscheidet eine schwache von einer starken Lösung?
Eine schwächere Lösung zeigt häufig:
- die erste naheliegende Idee
- wenig Varianten
- unsichere Perspektive
- viel Dekoration
- wenig Erklärung
- mehrere Zeichnungen mit ähnlicher Information
Eine stärkere Lösung zeigt dagegen einen klaren Entwurfsgedanken, unterschiedliche Entwicklungsschritte und eine Darstellung, die gezielt erklärt, wie das Konzept funktioniert.
Entscheidend ist die Verbindung aus Denken und Zeichnen.
Das eine ohne das andere reicht nur selten aus.
Zeitdruck: Wie viel darf man denken und wie viel muss man zeichnen?
In Prüfungen ist Zeitmanagement ein eigenes Thema.
Ein typischer Fehler besteht darin, die Hälfte der verfügbaren Zeit für eine einzige perfekte Perspektive zu verwenden.
Wenn danach Schnitt, Ansicht oder Erläuterung fehlen, wurde die Aufgabe nicht vollständig bearbeitet.
Deshalb sollte man vor Beginn der Ausarbeitung einen groben Zeitplan machen.
Zum Beispiel:
15 % Aufgabenanalyse und Ideen
15 % Varianten und Entscheidung
55 % Hauptdarstellungen
15 % Kontrolle, Text und Ergänzungen
Die exakte Verteilung hängt natürlich von der Prüfung ab. Das Prinzip bleibt aber hilfreich: Für die Ideenphase muss bewusst Zeit reserviert werden.
Wie wir solche Aufgaben im Mappenkurs vorbereiten
Unsere Teilnehmer werden auf verschiedene Arten von gestalterischen Aufgaben vorbereitet. Dabei geht es nicht darum, historische Prüfungen auswendig zu lernen. Der Schwerpunkt liegt darauf, Methoden zu entwickeln, die auch bei neuen Aufgaben funktionieren.
Wir trainieren beispielsweise:
Aufgaben analysieren.
Begriffe hinterfragen.
Mehrere Varianten entwickeln.
Perspektiven schnell aufbauen.
Schnitte und Ansichten sinnvoll einsetzen.
Material und Farbe gezielt verwenden.
Unter Zeitdruck Entscheidungen treffen.
Und anschließend erklären können, warum genau diese Lösung gewählt wurde.
Diese Fähigkeiten helfen nicht nur in einer Prüfung. Sie gehören auch später zum Studium.
Unsere eigenen Kursergebnisse zeigen seit Jahren eine Erfolgsquote von rund 99 Prozent im Bewerbungsprozess. Gerade bei Bewerbern, die zusätzlich eine Eignungsprüfung absolvieren müssen, achten wir deshalb darauf, dass die Vorbereitung nicht mit der fertigen Mappe endet.
Was hat die historische Eier-Aufgabe mit der heutigen HSD-Bewerbung zu tun?
Organisatorisch zunächst nichts.
Das aktuelle Bachelor-Verfahren an der Hochschule Düsseldorf unterscheidet sich deutlich vom dokumentierten Verfahren aus dem Jahr 2012. 2026 bestand die Eignungsprüfung im Bachelor aus einer Hausarbeit; zusätzliche Mappe, Arbeitsproben und persönliches Gespräch waren in diesem Jahr ausdrücklich nicht vorgesehen. bewerbung.hs-duesseldorf.de
Didaktisch ist die alte Aufgabe trotzdem sehr wertvoll.
Denn die zentrale Frage bleibt aktuell:
Wie entwickle ich aus einer offenen Aufgabenstellung eine eigenständige gestalterische Lösung?
Gerade wenn eine Hochschule eine Hausaufgabe vorgibt, kann diese Fähigkeit sogar noch wichtiger werden. Man hat mehr Zeit als in einer Vor-Ort-Prüfung, entsprechend steigt aber auch der Anspruch an Konzept, Entwicklung und Präsentation.
Die Hochschule will keine Kopie von Pinterest sehen
Wer eine gestalterische Aufgabe bekommt, sollte Inspiration und Kopie sehr klar unterscheiden.
Pinterest, Instagram oder Architekturplattformen können helfen, Materialien, Konstruktionen oder Referenzen zu recherchieren.
Wenn daraus aber nur eine bereits bekannte Lösung übernommen wird, fehlt die eigene gestalterische Leistung.
Ein überzeugender Prozess sieht anders aus:
Recherche ansehen.
Prinzip verstehen.
Eigene Fragestellung entwickeln.
Varianten ausprobieren.
Dann eine eigene Lösung formulieren.
Dieser Unterschied wird auch für eine Bewerbungsmappe wichtig.
Wie sollte man sich heute auf die Hochschule Düsseldorf vorbereiten?
Der erste Schritt ist immer die offizielle Bewerbungsseite. Für den Bachelor Architektur und Innenarchitektur verlangt die HSD aktuell eine künstlerisch-gestalterische Eignungsprüfung. Die Anmeldung erfolgt über den HSD eCampus; nach bestandener Eignungsprüfung muss anschließend separat die Bewerbung um den eigentlichen Studienplatz erfolgen. Hochschule Düsseldorf
Für 2026 erhielten Bewerber nach der Anmeldung die Aufgabenstellung der Hausarbeit und mussten diese digital einreichen. Die Hochschule bietet außerdem Informations- und Rückfragerunden an. PBSA
Für die gestalterische Vorbereitung würde ich vier Fähigkeiten besonders trainieren:
1. Ideenentwicklung
Nicht die erste Lösung übernehmen.
2. Räumliches Denken
Objekte, Möbel und Räume aus unterschiedlichen Blickwinkeln verstehen.
3. Zeichnerische Darstellung
Perspektive, Ansicht und Schnitt sicher einsetzen.
4. Präsentation
Eine Idee so ordnen, dass sie ohne lange Erklärung verständlich wird.
Diese vier Bereiche sind deutlich nachhaltiger als der Versuch, eine konkrete Prüfungsaufgabe vorherzusagen.
FAQ zur Eignungsprüfung Innenarchitektur Düsseldorf
Gibt es an der Hochschule Düsseldorf eine Eignungsprüfung für Innenarchitektur?
Ja. Für den Bachelor Architektur und Innenarchitektur ist eine bestandene künstlerisch-gestalterische Eignungsprüfung Voraussetzung für die anschließende Studienplatzbewerbung. Hochschule Düsseldorf
Muss ich aktuell eine Bewerbungsmappe einreichen?
Für das Bachelor-Eignungsverfahren 2026 wurde ausdrücklich nur eine Hausarbeit verlangt. Arbeitsproben, Mappe und persönliches Gespräch entfielen in diesem Jahr. Anforderungen können sich ändern, deshalb sollte immer die aktuelle Hochschulseite geprüft werden. PBSA
Ist die Aufgabe mit den fünf Eiern eine aktuelle Eignungsprüfung?
Nein. Die öffentlich dokumentierte Aufgabe stammt aus dem Jahr 2012 und wurde damals für Architektur an der FH Düsseldorf beschrieben. Sie eignet sich heute hervorragend als Übungsaufgabe für Konzeptentwicklung und räumliche Darstellung, ist aber keine aktuelle Prüfungsaufgabe. Precore
Was wurde bei der historischen Eier-Aufgabe verlangt?
Laut Precore sollte eine Verpackung für fünf Eier entwickelt und mit farbiger Perspektive, Sprengisometrie, Schnitt, Ansicht und kurzer schriftlicher Erläuterung auf DIN A2 dargestellt werden. Precore
Wie bereite ich mich auf unbekannte Aufgaben vor?
Trainiere einen festen Prozess: Aufgabe analysieren, Begriffe definieren, mehrere kleine Varianten entwickeln, eine Idee auswählen und diese räumlich verständlich darstellen. Dadurch bist du weniger abhängig davon, die konkrete Aufgabe vorher zu kennen.
Muss ich für Innenarchitektur perfekt zeichnen können?
Perfektion ist nicht das Ziel. Räumliche Zusammenhänge sollten jedoch verständlich und perspektivisch plausibel dargestellt werden können. Zeichnen ist ein Werkzeug, mit dem du deine Idee erklärst.
Was ist bei einer Eignungsprüfung wichtiger: Idee oder Zeichnung?
Beides gehört zusammen. Eine starke Idee verliert an Wirkung, wenn sie niemand versteht. Eine technisch schöne Zeichnung kann wiederum wenig überzeugen, wenn das zugrunde liegende Konzept banal bleibt.
Wie kann ein Mappenkurs bei der Vorbereitung helfen?
Ein guter Mappenkurs trainiert neben der eigentlichen Mappe auch Ideenentwicklung, Perspektive, räumliches Denken, Präsentation und Aufgaben unter Zeitdruck beziehungsweise hochschulspezifische Hausaufgaben.
Was man aus dieser Aufgabe wirklich lernen kann
Die fünf Eier sind am Ende gar nicht das Entscheidende.
Die Aufgabe zeigt sehr gut, wie gestalterische Prüfungen funktionieren können. Ein scheinbar einfacher Ausgangspunkt wird bewusst offen formuliert. Der Bewerber muss daraus selbst eine Fragestellung entwickeln, Entscheidungen treffen und eine eigene Lösung sichtbar machen.
Genau deshalb sollte man bei der Vorbereitung nicht versuchen, hundert alte Aufgaben auswendig zu lernen.
Viel wertvoller ist es, sich einen belastbaren Arbeitsprozess anzueignen.
Wenn du eine unbekannte Aufgabe bekommst, solltest du wissen:
Wie analysiere ich sie?
Wie entwickle ich Varianten?
Wie erkenne ich eine zu einfache Lösung?
Wie erkläre ich meine Idee räumlich?
Welche Darstellung braucht der Betrachter?
Wie teile ich meine Zeit ein?
Wer diese Fragen beantworten kann, verliert einen großen Teil der Angst vor der Eignungsprüfung.
Und genau das erleben wir auch bei unseren Kursteilnehmern: Mit zunehmender Vorbereitung verändert sich die Reaktion auf ungewöhnliche Aufgaben. Aus „Ich habe keine Ahnung, was ich machen soll“ wird irgendwann:
„Okay. Erst einmal schauen, was die Aufgabe wirklich von mir verlangt.“
Das ist ein entscheidender Fortschritt.
Bilder: Akademie Ruhr