Berufsbild
Textildesign

Berufe und Arbeitsfelder nach dem Textildesign Studium

Diese Berufe stehen dir nach deinem Textildesign Studium zur Auswahl:

Ganz allgemein kreierst du auf Basis von Markt- und Trendwerten sowie nach den Wünschen deines Auftraggebers und nach Gegebenheiten des Auftrags Farb- und Strukturmuster für Bekleidungs- und Dekorationsstoffe. Als Textildesigner arbeitest du häufig als Farbdesigner in der Papier- und Tapetenindustrie, aber auch in der Modebranche. Du kennst dich mit Heim- und Objekttextilien aus sowie mit Textilien, die in der Fahrzeugindustrie Verwendung finden oder im Flugzeugbau. Du kannst auch bei einem Innenarchitekten arbeiten. Oder du arbeitest in Webereien, Strickereien oder Wirkereien. Oder du arbeitest in einem Textilveredelungsbetrieb. Ganz egal, wo du arbeitest, du solltest Freude an der Mode haben und Freude daran, für ein Problem deines Kunden den passenden Stoff kreieren zu wollen. Oft genug gibt es ein Vorbild in der Natur für die Lösung eines Textilproblems.

ALLTAGSBEISPIEL

Du bist Textildesigner in einer großen Design-Firma für Berufsbekleidung. Du möchtest eine völlig neue Schutzkleidung für die Feuerwehr entwickeln. An erster Stelle muss die Schutzkleidung für Feuerwehrmänner feuerfest sein! Wichtig für einen Feuerwehrmann ist es außerdem, gesehen zu werden. Auch dann, wenn es völlig dunkel ist. Das Thema deiner Arbeit ist also Lichtleitung. Neben den Neon-Streifen auf der Jacke verwendest du zusätzlich ein elektrisch betriebenes Leuchtmittel, das auch in völliger Dunkelheit funktioniert. Die Feuerwehrkleidung muss zusätzlich wasserdicht sein. Sie muss robust sein aber nicht zu schwer. Die Silhouette des Feuerwehrmannes muss klar erkennbar sein. Damit dies gewährleistet ist, positionierst du die Neon-Streifen und das Leuchtmittelband. An markanten Punkten kommen Katzenaugen zum Einsatz. Ganz nebenbei machst du dir Gedanken zur Farbe der Kleidung.

MÖGLICHE BERUFE UND ARBEITSFELDER

  • Textildesigner
  • Farbdesigner

ALLTAGSBEISPIEL

Du bist Textildesigner bei „Jack Wolfskin“. Du möchtest eine Outdoor-Jacke kreieren, die den Lotus-Effekt ausnutzt, die also wasserabweisend ist. Der Lotus-Effekt ist dir theoretisch geläufig, doch wie setzt man ihn bei Textilien um? Das ist deine große Herausforderung. Dazu bist du in Kontakt mit Chemikern. Sie sollen dir dabei helfen, wie man den Lotus-Effekt im Textilbereich umsetzt. Das Ziel ist, dass die Kleidung außen Wasser abweist. Dazu sollte sie durchlässig sein für Wasser, das von innen kommt. Der Träger der Jacke soll schließlich nach einem Spaziergang nicht schweißgebadet nach Hause kommen. Du stellst dir vor, dass der Stoff dazu aus winzigen Poren bestehen muss. Du suchst unter den Stoffen des Orients nach einem Vorbild, denn Wüstenbewohner wollten ebenfalls nicht schwitzen. Desweiteren ergründest du, warum man in wasserdichten Stoffen schneller schwitzt. Das hat mit der Leitung der Temperatur zu tun. Wasser- und Temperaturleitung sind wichtige Themen im Textildesign. Du siehst, der Beruf des Textildesigners ist sowohl theoretisch anspruchsvoll als auch spannend.