Warum für die Eignungsprüfung Aktzeichnen lernen
Aktzeichnen ist eine traditionelle und essenzielle Übung in der Kunst, die darauf abzielt, den menschlichen Körper in seiner natürlichen Form zu erfassen. Es dient der Schulung des Blicks für Proportionen, Anatomie, Licht und Schatten sowie der Entwicklung eines lebendigen Ausdrucks in der Zeichnung. Beim Aktzeichnen wird oft mit einem lebenden Modell gearbeitet, das in verschiedenen Posen für kurze oder längere Zeit verharrt. Diese Übungen fördern die Fähigkeit, Bewegungen und Details schnell zu erfassen und den Charakter des Körpers auf das Papier zu bringen.
1. Vorbereitung und Einreichung der Mappe
- Viele Hochschulen fordern vor der Prüfung eine Bewerbungsmappe mit deinen künstlerischen Arbeiten.
- Die Mappe sollte deine gestalterischen Fähigkeiten, Kreativität und dein Interesse an Kunst zeigen. Arbeiten wie Zeichnungen, Malerei, Fotografie, Skulpturen oder digitale Kunst können enthalten sein.
- Die Mappe wird oft vorab eingereicht und bewertet. Nur bei positiver Bewertung wirst du zur Eignungsprüfung eingeladen.
2. Praktische Prüfungsaufgaben
- Zeichnen oder Malen vor Ort: Du wirst gebeten, eine gestalterische Aufgabe umzusetzen, beispielsweise das Zeichnen eines Stilllebens, einer Figur oder eines freien Themas. Dabei wird auf Komposition, Technik und Kreativität geachtet.
- Freies Gestalten: Manche Prüfungen beinhalten eine kreative Aufgabe, bei der du deine Ideen zu einem vorgegebenen Thema umsetzen sollst – etwa in einer Collage, einer Skulptur oder einem abstrakten Entwurf.
- Kunstpädagogische Aufgaben: Du könntest eine Aufgabe erhalten, die deine Fähigkeit zur Reflexion über Kunst und deren Vermittlung überprüft, z. B. die Planung einer Unterrichtseinheit oder die Analyse eines Kunstwerks aus pädagogischer Perspektive.
3. Theoretischer Teil
- Einige Prüfungen beinhalten einen schriftlichen Test oder ein Gespräch, um dein Wissen über Kunstgeschichte, Kunsttheorie und didaktische Grundprinzipien zu überprüfen.
- Du solltest in der Lage sein, über eigene Werke und künstlerische Konzepte zu reflektieren.
4. Persönliches Gespräch (möglicherweise)
- In einem abschließenden Interview möchten die Prüfer*innen mehr über deine Motivation für das Studium, dein Verständnis von Kunst und deine pädagogischen Interessen erfahren.
- Hier wird auch geprüft, ob du dir der Anforderungen des Lehramts bewusst bist und wie du Kunst im schulischen Kontext vermitteln möchtest.
Tipps zur Vorbereitung
- Informiere dich genau über die spezifischen Anforderungen der Hochschule, an der du dich bewirbst.
- Übe das Arbeiten unter Zeitdruck, da die praktische Prüfung oft zeitlich begrenzt ist.
- Vertraue auf deine persönliche Handschrift und verzichte darauf, dich stilistisch zu verstellen.
- Reflektiere deine pädagogischen und künstlerischen Ziele, da sie im Gespräch relevant sein können.
Eine erfolgreiche Eignungsprüfung erfordert nicht nur technische Fähigkeiten, sondern auch die Fähigkeit, deine künstlerischen Ideen überzeugend darzustellen und sie mit der Perspektive eines zukünftigen Lehrenden zu verbinden.
Hier findest du das Video zum Beitrag:
youtu.be/CI5ZjDvewU4
Autor: Andreas