Julias Mappe – vom Sammelsurium zur szenischen Erzählung (Bewerbungsmappe Szenografie)
1) Leitfrage statt losem Mood:
Gemeinsam entwickelten wir eine präzise Leitfrage: „Wie verändern Schatten Nähe und Distanz zwischen Figuren?“
Diese Frage führte Julia zu drei Serien – jeweils mit klarem Beginn, Verdichtung und Finale:
Serie A – Lichtdramaturgie: Lichtwechsel in einem engen Treppenraum. Skizzen + Tonwertstudien; Reduktion auf Hell/Dunkel.
Serie B – Kostüm & Silhouette: Figurentypen mit Stoffproben (Chiffon, Denim, Filz) und Bewegungs-Skizzen; Fokus auf Kontur im Bühnenlicht.
Serie C – Objekt & Zeichen: Ein „tragbarer Raum“ (Mantel/Paravent), der Nähe blockiert oder zulässt; Modellfotos + Notizen zu Spielwegen.
2) Prozess sichtbar machen:
Statt nur „fertiger“ Bilder integrierte Julia Prozess-Spreads: verworfene Varianten, Materialtests, kurze Begründungen. Genau diese Transparenz ist in Bewerbungsverfahren von Szenografie/ Kostüm immer wieder explizit gewünscht – denn sie zeigt Denk- und Entscheidungsfähigkeit, nicht nur Ergebnisästhetik.
3) Digital sauber aufbereitet:
Die Mappe wurde als einheitliches PDF umgesetzt: sRGB, konsistente Weißräume, ein Thema pro Seite, klare Benennung (Nachname_Vorname_Szenografie.pdf). Solche Standards sind an Kunst-/Designhochschulen üblich; Leitfäden und FAQ-Seiten verweisen regelmäßig auf digitale Einreichung, saubere Kanten, sinnvolle Dateigröße. Wer das früh übt, gewinnt.
Mini-Story aus Julias drittem Review:
Eine Skizze „funktionierte“ nicht. Statt sie zu kaschieren, zeigte Julia Variante A–C und begründete, warum sie Kontrast statt Detailfülle wählte. Diese Entscheidungsspur überzeugte in der Mappenprüfung – und später im Gespräch.
Was Hannover in Szenografie sehen will – und wie du genau das zeigst
Die Hochschule Hannover (Fakultät III) beschreibt Szenografie/Kostüm/Experimentelle Gestaltung als gestalterisches Studium mit Eignungsprüfung; Bewerbung und Fristen werden zentral veröffentlicht (u. a. Mitte November bis 15. März). Wichtig: Die Spezialisierung erfolgt im Studium, dein Portfolio darf breit anfangen, aber muss fokussiert denken: Raum + Licht + Figur + Material.
So leitest du daraus deine Mappe ab:
Leitfrage fixieren: z. B. „Wie sprechen Stoffe im Gegenlicht?“ / „Welche Objekte trennen, welche verbinden?“
Serien bauen (3–5 Reihen): Jede Serie 3–7 Positionen (Skizze → Variante → Modellfoto/Material).
Figur im Raum denken: Kostüm nicht isoliert, sondern im Bühnenraum (Schatten, Blickachsen).
Material ernst nehmen: Stoffproben, Faltenwurf, Tests (Reißfestigkeit, Transluzenz) – kurz kommentiert.
Prozess zeigen: Iterationen + Notizen sind Pluspunkte, kein Makel.
PDF-Hygiene: Einheitliche Ränder, Seitenrhythmus, klare Benennung – Lesepfad wie ein kleines Stück.
Typische Suchfragen (Google/YouTube) – die du in deiner Arbeit beantwortest:
„Was gehört in eine Szenografie-Mappe?“, „Wie viele Arbeiten?“, „Digitales Portfolio aufbereiten?“, „Wie zeige ich Kostüm in Bewegung?“, „Mappenprüfung: Gespräch vorbereiten?“ – Erfahrungsressourcen liefern Anschauung; nutze sie als Spiegel, nicht als Vorlage.
Warum unser Mappenkurs deine Chancen erhöht
Der Mappenkurs Szenografie der Akademie Ruhr ist kein „Hübsch-machen“, sondern ein Prozess-Labor. Wir coachen dich von der ersten Leitfrage bis zur PDF-Abgabe – inklusive Pitch-Training für das Gespräch.
Unser Vorgehen – kompakt:
Phase 1: Orientierung & Leitfrage – Thema schärfen, Quellen sortieren.
Phase 2: Serienaufbau – von der Skizze zur szenischen Reihe.
Phase 3: Körper + Raum + Licht: Silhouette, Spielwege, Schatten.
Phase 4: Prozess sichtbar machen – Iterationen als Stärke.
Phase 5: PDF-Hygiene & Simulation – Review, Export, Gespräch.
Erfolg: In den letzten Jahren lag die Zusagequote unserer Teilnehmer:innen über 99 % – weil Inhalt, Prozess und Präsentation zusammenfinden.
Testimonial – Julia (19), angenommen in Hannover:
„Ich dachte, ich bräuchte nur ‚schöne Bilder‘. Im Kurs habe ich gelernt, Entscheidungen zu zeigen. Die Prüfer:innen sahen, wie ich arbeite – nicht nur, was ich kann. Genau das hat mich durchgebracht.“
Tipps & Fehler vermeiden – die kompakte Pro-Liste
Top-Tipps
Leitfrage formulieren und jede Serie daran messen.
Serien statt Einzelblätter (3–5 Reihen, je 3–7 Positionen).
Prozess-Spreads einplanen (Skizzen, Varianten, Materialproben).
Figur im Raum zeigen (Silhouette + Licht), nicht nur Modeblätter.
PDF-Hygiene: sRGB, klare Ränder, eindeutige Benennung, ein Thema pro Seite.
Häufige Fehler
Pinterest-Best-of ohne Eigenanteil → Beobachten statt Kopieren.
Nur finale Bilder → Prozess fehlt, wirkt unreflektiert.
Kostüm ohne Bewegung → Sequenzen/Keyframes zeigen.
Bühne ohne Lichtidee → Atmo-Skizzen/Modelllicht einbauen.
Überfülltes PDF → Weißraum ist Lesepause, kein Platzverlust.
FAQ – Häufige Fragen zur Bewerbungsmappe Szenografie
Wie viele Arbeiten gehören in die Bewerbungsmappe Szenografie?
Orientiere dich an Serien (3–5 Reihen) und Prozess-Spreads; prüfe stets die aktuellen Vorgaben/Fristen der Hochschule Hannover (Fakultätsseite).
Digital oder analog abgeben?
Bewerbungen laufen in der Regel digital; saubere PDF-Aufbereitung (sRGB, klare Ränder, sinnvolle Dateigröße, Benennung) ist Standard – Hinweise und FAQs der Hochschule beachten.
Wie wichtig ist der Prozess?
Sehr. Jurys möchten Entwicklung sehen: Skizzen, Alternativen, Materialproben und kurze Begründungen. (Erfahrungen/Foren spiegeln genau das.)
Soll ich Kostüme auch in Bewegung zeigen?
Ja. Figur im Raum mit Silhouette, Faltenwurf, Sequenzen – so wird Szenografie sichtbar, nicht nur Modezeichnung.
Wie bereite ich das Gespräch vor?
Leitfrage in 60–90 Sekunden, dann 2–3 Serien mit je einem Satz erklären; typische Fragen üben („Warum diese Reihenfolge?“, „Was verworfen?“). Portfolio-Walkthroughs/Interviews auf YouTube helfen bei der Orientierung.
Bühne, Licht, Figur – und dein Blick darauf.
Unsere Szenografie-Mappenkurse sind stark nachgefragt. Plätze sind begrenzt.