Warum Produkt-Skizzen das Herz deiner Mappe sind
Viele Bewerber:innen vermuten, Hochschulen würden vor allem ausgearbeitete Endentwürfe sehen wollen. In der Praxis passiert oft das Gegenteil: Je „glatter“ und fertiger eine Darstellung wirkt, desto stärker stellt sich die Frage, ob man wirklich deine Denkweise sieht. Produkt-Skizzen sind deshalb so wertvoll, weil sie direkt zeigen, wie du konstruierst, wie du Volumen verstehst, wie du Funktionen erklärst und ob du in Varianten denken kannst. Eine Skizze lässt sich nicht so leicht „verstecken“ wie ein Rendering: Man sieht sofort, ob die Proportionen stimmen, ob die Form logisch aufgebaut ist und ob du räumlich sauber denken kannst.
Das Entscheidende ist dabei nicht Perfektion, sondern Klarheit. Eine unperfekte Skizze kann sehr stark wirken, wenn man spürt, dass du Kontrolle über die großen Zusammenhänge hast: Wo sitzt der Horizont, welche Kanten tragen die Form, wie läuft eine Rundung, wie reagiert eine Fläche auf Licht. Dazu kommt ein Punkt, den viele unterschätzen: Industrial Design ist immer auch Nutzerdenken. Wenn deine Skizzen zeigen, dass du Bedienung, Griffgefühl, Reinigung, Material oder Montage mitdenkst, wirken sie automatisch „studiennah“. Genau diese Nähe zum echten Entwerfen macht deine Mappe glaubwürdig – weil sie nicht wie eine Ansammlung hübscher Blätter wirkt, sondern wie der Einstieg in eine Designer-Ausbildung.
Fehler vermeiden:
• Skizzen nur als „Bilder“ behandeln, ohne Funktion und Nutzung sichtbar zu machen
• Zu früh in Details gehen, obwohl Volumen und Proportionen noch wackeln
• Perspektive als Lineal-Übung verstehen, statt als Werkzeug für räumliche Klarheit
• Marker als „Deko“ einsetzen, ohne konsequente Lichtlogik
So zeichnest du überzeugende Produkt-Skizzen
Gute Produkt-Skizzen entstehen aus einem Zusammenspiel von Perspektive, Licht und Formfindung – nicht aus einer einzelnen „Geheimtechnik“. Perspektive ist dabei die Bühne, auf der dein Produkt steht. Sobald du den Horizont und die Fluchten sauber im Gefühl hast, werden Proportionen nachvollziehbar und das Objekt wirkt „greifbar“. Wichtig ist: Du musst nicht technisch-kalt zeichnen. Perspektive soll nicht steif machen, sondern dir Sicherheit geben. Viele starke Skizzen beginnen deshalb mit einfachen Grundkörpern: Quader, Zylinder, Keile. Erst wenn dieses Volumen sitzt, kommen Details wie Fugen, Radien, Griffflächen oder Bedienelemente. Das wirkt im Ergebnis nicht nur sauberer – es macht deine Zeichnung auch schneller, weil du nicht dauernd korrigieren musst.
Marker und Schattierung sind dann der Moment, in dem das Volumen „aufgeht“. Sobald du eine klare Lichtquelle setzt, wird aus einer Umrisszeichnung ein Körper. Hier liegt die häufigste Schwachstelle: Viele setzen zu viele Striche oder zu viele Marker-Schichten, ohne dass die Lichtlogik stimmt. Eine überzeugende Skizze braucht oft weniger als gedacht: eine helle Grundfläche, eine klar definierte Schattenseite und ein gezielter Schlagschatten, der das Objekt in den Raum setzt. Wenn das passt, wirkt selbst ein einfacher Graumarker professionell. Materialität entsteht anschließend nicht durch „Ausmalen“, sondern durch Andeutung: harte Highlights für glatte Kunststoffe, weichere Übergänge für matte Oberflächen, gezielte Kantenbetonung dort, wo eine Form Spannung bekommen soll.
Der kreative Kern bleibt jedoch die Formfindung. Hier entscheidet sich, ob deine Skizzen nach Vorlage wirken oder nach eigener Gestaltung. Formfindung beginnt nicht mit Stil, sondern mit Bedeutung: Wofür ist das Produkt da, wie wird es genutzt, welche Emotion oder welche Klarheit soll es vermitteln? Sobald du diese Frage beantwortest, bekommst du eine innere Logik, die dich von generischen Formen wegführt. Ein gutes Beispiel aus unserer Praxis: Ein Teilnehmer zeichnete eine Reihe Küchengeräte technisch korrekt, aber ohne Charakter. Erst als wir über reale Nutzung gesprochen haben – sein Vater hatte Probleme beim Greifen bestimmter Formen – entwickelte er eine Griffserie, die spürbar aus Ergonomie und Alltag entstand. Die Skizzen wurden nicht „künstlerischer“, aber sie wurden relevanter. Und genau diese Relevanz wird in Mappenbewertungen häufig als Stärke gelesen.
Tipps:
• Starte jede Skizze mit einem einfachen Grundkörper und „baue“ das Produkt darauf auf.
• Setze eine Lichtquelle fest und bleib konsequent – lieber drei klare Tonwerte als zehn unsichere.
• Entwickle Varianten als kurze Serie: gleiche Perspektive, wechselnde Prinzipien (Griff, Öffnung, Bedienpunkt).
Testimonial
„Ich dachte am Anfang, ich müsste nur besser zeichnen. Im Kurs habe ich verstanden, wie Form durch Varianten entsteht und wie wichtig eine klare Lichtlogik ist. Damit wurde meine Mappe plötzlich professionell – und ich wurde an der HTW Berlin angenommen.“
– Lara, Produktdesign-Studentin
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Warum unser Mappenkurs deine Chancen erhöht
YouTube-Tutorials können dir einzelne Techniken zeigen – aber sie ersetzen nicht den Prozess, den Hochschulen wirklich sehen wollen. Eine Industrial-Design-Mappe entsteht nicht aus „mehr Marker“, sondern aus klaren Entscheidungen: Welche Aufgabe löst dein Produkt? Welche Varianten hast du geprüft? Welche Form ist die beste Antwort – und warum? Genau dieser rote Faden fehlt vielen, die alleine lernen. Sie üben fleißig, aber ohne System: mal Perspektive, mal Schatten, mal ein zufälliges Produkt. Am Ende sind viele Blätter da, aber keine Mappe, die als zusammenhängende Argumentation funktioniert.
Im Mappenkurs setzen wir deshalb früher an: Wir geben dir Struktur, damit du nicht nur zeichnest, sondern entwirfst. Du lernst, wie du Perspektive so einsetzt, dass Proportionen stimmen und Produkte „stehen“. Du trainierst Marker so, dass Volumen und Material glaubwürdig werden, ohne dass du dich in Effekten verlierst. Vor allem aber entwickelst du Form aus echten Problemen: Ergonomie, Nutzung, Kontext, Materiallogik. Dadurch werden deine Skizzen automatisch individueller, weil sie nicht aus Stil entstehen, sondern aus Sinn.
Ein weiterer Unterschied ist das Timing von Feedback. Die meisten Fehler lassen sich nicht am Ende „wegpolieren“, sondern müssen früh korrigiert werden: zu früh ausgearbeitet, zu wenig Varianten, falsche Perspektivbasis, unklare Lichtlogik. Wenn du hier rechtzeitig Rückmeldung bekommst, sparst du nicht nur Zeit – du baust eine Mappe, die sich sicher anfühlt, weil du weißt, warum jede Seite drin ist. Dazu kommt die Vorbereitung auf typische Prüfungssituationen: schnell denken, sauber skizzieren, Entscheidungen erklären. Wer das geübt hat, wirkt im Gespräch deutlich souveräner.
Wichtig: Unsere Plätze sind begrenzt, weil wir individuell betreuen. Wenn du in der nächsten Bewerbungsrunde dabei sein willst, solltest du jetzt anfragen – damit wir deinen Zeitplan realistisch aufbauen und deine Mappe rechtzeitig auf ein Niveau bringen, das überzeugt.
Du willst Skizzen, die nicht nur gut aussehen, sondern Hochschulen überzeugen? Dann starte jetzt mit strukturierter Vorbereitung und echtem Feedback. Unsere Kursplätze sind begrenzt – sichere dir deinen Platz über die Anfrage.